
Auch in wirtschaftlicher Hinsicht hat Marburg-Biedenkopf einiges zu bieten: Eindeutiges Zentrum ist die Stadt Marburg. Zu den größten Arbeitgebern in der Stadt Marburg zählen die Philipps-Universität, das Universitätsklinikum der Rhön AG und die Nachfolgefirmen der ehemaligen Behringwerke. Im Kreis ist die Wirtschaftsstruktur vor allem von mittelständischen Unternehmen geprägt.
Den größten Anteil machen Metallverarbeitungsbetriebe aus, gefolgt von Firmen aus der chemisch-pharmazeutischen Industrie und Biotechnologie. Hier ansässige Weltmarktführer diverser Branchen verfügen über ein enormes Technologiepotential. Der industrielle Schwerpunkt des Kreisgebiets liegt in Stadtallendorf, wo sich mit der Firma Ferrero auch das von der Beschäftigtenzahl größte Industrieunternehmen des Kreises befindet. Weitere industrielle Zentren befinden sich in Breidenbach, Dautphetal und Biedenkopf.
Ein für die Region traditionell wichtiger Wirtschaftsbereich ist das Handwerk. So gibt es mehr als 2000 mittlere und kleine Handwerksbetriebe mit ca. 15.000 Beschäftigten, die ein Umsatzvolumen von etwa 1,25 Milliarden Euro erreichen und das Wirtschaftsklima der Region positiv beeinflussen. Während die Zahl traditioneller Handwerksberufe seit dem Zweiten Weltkrieg stark abgenommen hat, sind durch Technik und Digitalisierung neue Branchen hinzugekommen. Damit konnten hier auch im Handwerk immer wieder neue Beschäftigungsmöglichkeiten entstehen, sodass die Zahl der Beschäftigten in den letzten Jahrzehnten insgesamt gestiegen ist.