
Marburg, 16.2.2012
„Schön Dich kennenzulernen“, sagt der junge Amerikaner Aaron Dirks aus Philadelphia, Pennsylvania. „Nice to meet you“, entgegnet der Ockershäuser Benjamin Marczoch in akzentfreiem Englisch, als sich die beiden mit dem Bundestagsabgeordneten Sören Bartol im Café treffen. Die beiden sind Teilnehmer des Parlamentarischen Patenschafts-Programms, mit dem der Deutsche Bundestag und der Kongress der Vereinigten Staaten von Amerika seit 1983 Schüler/innen und jungen Berufstätigen beider Länder die Möglichkeit bieten, ein Jahr in Deutschland bzw. den USA zu verbringen. Aaron Dirks lebt seit September 2011 bei seiner Gastfamilie in Marburg, Benjamin Marczoch hat 2010/11 ein Jahr in Atlanta, Georgia verbracht. Bartol betreut die beiden als zuständiger Wahlkreisabgeordneter.
Anfangs wunderte sich der aus Philadelphia stammende Aaron Dirks über die Distanziertheit der Deutschen, inzwischen hat er viele gute Freunde gefunden und er fühlt sich in Marburg zuhause. Die nahen Distanzen und wie leicht es ist, in Deutschland zu reisen, begeistern ihn. Der Marburger Benjamin Marczoch war während seiner Zeit in Atlanta besonders beeindruckt von der Freundlichkeit und Offenheit der Menschen. „Ich habe immer noch Kontakt mit meinen Freunden in den USA. Heute Abend skypen wir wieder.“
Verständnis, Respekt und Toleranz zu fördern, ist das erklärte Ziel des Programmes. „In einer Zeit, in der die Welt näher zusammenrückt, wird interkulturelle Kompetenz immer wichtiger. Nichts hilft so sehr, Vorurteile abzubauen, wie im Ausland zu leben und den Menschen dort zu begegnen.“, sagt Sören Bartol. „Ich könnte mir vorstellen, für immer in Deutschland zu leben. Marburg ist perfekt – nicht zu groß und nicht zu klein“, so Aaron Dirks. Die Auswahlgespräche mit den Bewerberinnen für das nächste Jahr hat Bartol Anfang Februar geführt. Auch 2012 wird damit wieder ein/e junge Marburger/in Marburg-Biedenkopf im Land der unbegrenzten Möglichkeiten vertreten.