
Zur ersten Sitzung des neu gewählten Deutschen Bundestages mit schwarz-gelber Mehrheit erklärt der direkt gewählte Marburger Bundestagsabgeordnete Sören Bartol:
"Ich sehe viele Fragezeichen für die neue Legislatur.
Bis heute ist unklar, wie die von Schwarzgelb geplanten Steuersenkungen
finanziert werden sollen. Wie der Sozialstaat erhalten bleiben kann und wir
Chancengleichheit bei Bildung bekommen sollen, wenn Bund, Länder und Kommunen kein
Geld mehr haben, fragt sich nicht nur die Opposition: Selbst unionsgeführte
Länder rebellieren gegen die Pläne der neuen Bundesregierung. Ein guter Start
sieht anders aus.“
Bartol sieht die Vorhaben von Schwarzgelb mit Sorge: „Die
Aushebelung des Arbeitgeberanteils in der Pflegeversicherung oder die
Einführung der Kopfpauschale im Gesundheitswesen, bei der die Krankenschwester
den gleichen Beitrag bezahlt wie der Chefarzt –mit Gerechtigkeit hat das nicht
das Geringste zu tun. Gleiches gilt für die Einführung eines Stufentarifs im
Steuersystem, bei dem Besserverdiener entlastet werden, die Allgemeinheit aber
durch die damit einhergehende steuerliche Mehrbelastung kommunaler Unternehmen
draufzahlt. Höhere Gebühren für Abwasser und Müllentsorgung zum Beispiel.“
Für Bartol, der seine engagierte Arbeit der letzten
sieben Jahre im Verkehrsausschuss nun in der Opposition fortsetzen wird,
verheißt der Koalitionsvertrag nichts Gutes: „ Höhere Belastungen für
Arbeitnehmer/innen, wenig Geld für Bildung, soziale Spaltung und eine größere
Schuldenlast von Bund, Ländern und Kommunen. Und die Frage, wer all das eines
Tages bezahlen soll.“