Sören Bartol - Abgeordneter für Marburg-Biedenkopf - SPD

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Eigenheimrentengesetz verabschiedet - Wohneigentum in staatlich geförderte Altersvorsorge integriert

23.06.2008

Mit dem in dieser Woche verabschiedeten Eigenheimrentengesetz wird selbstgenutztes Wohneigentum ein gleichberechtigtes Element der Riester-Rente. Damit hat sich die Grundidee der SPD-Bundestagsfraktion, die Wohneigentumsförderung in die staatlich geförderte private Altersvorsorge und somit in die Riester-Systematik zu integrieren, durchgesetzt.

In seiner Rede zum Eigenheimrentengesetz erkärte der Wohnungspolitiker Sören Bartol: "Indem der Kauf oder Bau, die Entschuldung einer Wohnung oder eines Hauses sowie der Erwerb von Genossenschaftsanteilen in die Riester-Förderung aufgenommen werden, erhöhen wir die Attraktivität der Altersvorsorge und schreiben die Geschichte des Erfolgsmodells Riester-Rente fort." Schon heute "riestern" mehr als elf Millionen Bundesbürger. Damit hat sich die Zahl der Riester-Verträge in den vergangenen zwei Jahren nahezu verdoppelt.

"Da die Rente auf lange Sicht hin nur eine Grundsicherung sein können wird, ist private Vorsorge essenziell", sagte Bartol. "Die Erhöhung der Eigentumsquote ist ein wichtiger - wenn auch sicher nicht der einzige - Schritt zur Verhinderung von Altersarmut. Denn keine oder wie im Fall der Genossenschaftsanteile, eine geringe Miete im Alter, ist ein Beitrag zur Minderung des Armutsrisikos und hilft, die Belastung der Haushalte zu senken."

Von der Eigenheimrente werden zudem spürbare Wachstumsimpulse für die Bauwirtschaft, insbesondere auch für die in den vergangenen Jahren rückläufigen Neubauaktivitäten, erwartet.

Das neue Förderinstrument wird auch den Erwerb und Umbau im Bestand deutlich voranbringen. "Das steht in Übereinstimmung mit den weiteren Instrumenten unserer Politik für eine nachhaltige Stadtentwicklung im Zeichen des demographischen Wandels", so Bartol. Die Eigenheimrente ist eingebettet in die Programme der Städtebauförderung wie Stadtumbau, energetische Gebäudesanierung und Innenentwicklung der Städte.

"Nach der Wohngelderhöhung haben wir mit der Eigenheimrente eine weitere Maßnahme auf den Weg gebracht, die das Wohnen im Eigentum auch in Zukunft bezahlbar und attraktiv macht", hielt Bartol abschließend fest.